Beeindruckender Nachteinsatz

In der letzten Woche wurden jede Menge Einsätze auf den Skipisten geflogen, ein Großteil betraf Knochenbrüche verschiedenster Art, aber auch einige medizinische Notfälle, zum Glück jedoch nichts Schlimmeres.

Ein Einsatz mit gleich 3 Verletzten war am 14 Januar zu verzeichnen: auf Plan de Gralba hatte ein Mann starke respiratorische Probleme. Kurz darauf wurde eine Hüftluxaxion am Ciampinoi vermeldet. Der erste Patient konnte der Ambulanz übergeben werden, währenddessen der zweite nach der Erstversorgung an Bord genommen wurde. Kaum war der Aiut Alpin Dolomites gestartet, kam ein weiterer Notruf von der Zentrale: im Zielgelände Ruacia bedurfte ein Skifahrer nach einem Sturz einer Schmerztherapie. Auch er wurde erstversorgt und an Bord genommen, beide Patienten wurden ins Brixner Krankenhaus geflogen.

Ein Nachteinsatz mit glücklichem Ausgang fand am 15 Januar statt: gegen 22 Uhr wurde die Bergrettung Hochpustertal alarmiert, da auf der Großen Zinne 2 junge Alpinisten aus Bayern nicht mehr weiterkamen. Es herrschten Temperaturen um die
-15 Grad und es blies ein starker Wind, den beiden Männern blieb nichts anderes übrig als den Notruf abzusetzen. Die Bergretter gelangten mit dem Skidoo bis zur Auronzo-Hütte, von da aus ging es zu Fuß weiter. Angesicht der misslichen Lage in der sich die beiden Alpinisten befanden wurde über die Landesnotrufzentrale der Rettungshubschrauber angefordert, der umgehend in Pontives startete. Gegen 23.15 gelang es, beide Alpinisten mit der Seilwinde zu bergen und nach Toblach zu fliegen. Die Männer waren stark unterkühlt, ansonsten aber unverletzt.