Hubschrauber

Unsere Hubschrauber

Bis zum Winter 2002- 2003 wurden die Einsätze mit einem einmotorigen Hubschrauber geflogen; im Jahre 1987 mit einem Alouette 3 und ab 1988 mit mehreren Ecureuil des Typs B, BA, B1, B2 und B3.

Im September 2003 hat sich Italien den neuen EU-Richtlinien angepasst und Rettungseinsätze mit einturbinigen Hubschraubern untersagt. Aiut Alpin Dolomites entschloss sich daraufhin aus verschiedenen Gründen zum Kauf einer EC 135 T2 (Eurocopter). Im März 2015 wurde diese EC 135 T2 dann mit einer H 135 T3 ersetzt, der ersten weltweit welche von der Herstellerfirma Airbus Helicopters ausgeliefert wurde. Der Helikopter mit der Serial Nr. 1155 ist mit einer 90 Meter langen Seilwinde „Human External Cargo“ mit einer Zugkraft von 272 kg, sowie mit einem Doppellasthaken ausgerüstet.

Fotos der Entstehung des AIRBUS HELICOPTER H 135 T3

Technische Details

Aussenmaße des H 135 T3

Die Spezialausrüstung

Die Winde ist vor allem für das Absetzen des Notarztes und des Bergretters bei dringenden Fällen an Stellen wo weder Landung noch Schwebeflug möglich ist nicht wegzudenken.

Die meisten Bergungen bei einem Maximalgewicht von 270 kg bis zu 90 Meter werden mit der Winde durchgeführt.

Nur in Fällen wo das Stahlseil an der Felswand fegen würde oder die Seillänge nicht ausreicht, kommt der Doppellasthaken mit Fixtau zur Verwendung.

Der Verletzte wird mit dem Artzt oder mit dem Flugretter bis zur Kabine des Hubschraubers hochgezogen.

Der Verletzte wird zum Laden zurechtgedreht. Der Verletzte wird zum Laden zurechtgedreht.
Aufhängung Aufhängung.

Die Besatzung schnallt sich an und der Verletzte wird am Boden verankert. Die Besatzung schnallt sich an und der Verletzte wird am Boden verankert.

Am eigens für Menschenlast zugelassenen Doppellasthaken können 600 kg eingehängt werden. Das Seil kann theoretisch eine unbegrenzte Länge haben . In den Dolomiten sind bei reellen Einsätzen bisher 2 mal 120 Meter, und mehrmals 100 Meter Seillänge notwendig gewesen. Vorteile des Fixtaus sind die zentrale Last am Hubschrauber und die rasche Evakuierungsmöglichkeit bis zu 4 Personen je Flug. Dies verkürzt gegenüber der Seilwinde, Zeit und Risiko wie es z.B. bei einer Evakuierung von Gondeln sein könnte.

Die H 135 T3 ist mit moderner medizinischer Ausrüstung für Wiederbelebung und Stabilisierung des Patienten eingerichtet. Die Innenausstattung dieses Hubschraubers wurde von der Schweizer Aerolite AG hergestellt.

Einige Details:

  • Monitor und Defibrillator Schiller Life-Care, ausgerüstet für komplettes invasives und nicht-invasives Monitoring sowie externem Herzschrittmacher und CO2-Messung
  • Automatisches Beatmungsgerät Hamilton T1 zur Beatmung von Erwachsenen und Kindern, angeschlossen an die Sauerstoff-Bordversorgung via 2 O2:Flaschen à 5 l. Das Beatmungsgerät kann sowohl an Bord, als auch außerhalb verwendet werden und ist dank der integrierten Turbinentechnik sauerstoffunabhängig.
  • Elektrische Sekret-Absaugpumpe Minivac mit hoher Leistung und langer Autonomie
    Rucksack mit kompletter medizinischer
  • Ausrüstung (Kreislauf, Beatmung, Notfallmedikamente, Thoraxdrainage, ect)
  • Zusätzliche Tasche mit Kit für pädiatrische Notfälle, Amputationsset, Schutzausrüstung für das medizinische Personal, intraossörer Zugang EZ-IO
  • Vacuummatratze mit und ohne Windsack zur Immobilisierung der Patienten am Unfallort und zur Bergung mittels Fixtau oder Winde, weiteres
  • Material zur Immobilisation und Schienung von Wirbelsäule und Extremitäten
  • Kanülenabwurfbehälter
  • Mappe für Dokumente und Einsatzprotokolle