Einsatztechnik

Die Einsatztechnik

Die Landung ist die mit Abstand sicherste Einsatzart. Der Hubschrauber kann während der Erstversorgung des Patienten abgestellt werden und erlaubt somit das Einladen des Verletzten in aller Ruhe und Sicherheit. Dabei wird die Anspannung der Besatzung und der Zeitdruck, der von der laufenden Turbine verursacht wird, abgebaut. Bei winterlichen Bedingungen wie Eis und Schnee am Boden sind die 4 Eisgreifer unter den Kufen des Hubschraubers unentbehrlich.
Landungen sind mit der H 135 T3 bis zu 14 Grad Hangneigung möglich.

Schwebeflug (Hovering)

Der Schwebeflug ist bei nicht möglicher Landung in steilem Gelände die schnellste aber auch gefährlichste Art eines Einsatzes. Der Rotor läuft an der Bergseite oft knapp über den Boden und birgt somit große Gefahr in sich. Deshalb wird vor allem wenn Hilfe von nicht Besatzungsmitgliedern notwendig ist, die Winde eingesetzt, um so genügend Abstand des Rotors von Hindernissen zu garantieren.

Rettung mit Winde

Die Winde ist vor allem für das Absetzen des Notarztes und des Bergretters bei dringenden Fällen an Stellen wo weder Landung noch Schwebeflug möglich ist nicht wegzudenken.

Die meisten Bergungen bei einem Maximalgewicht von 270 kg bis zu 90 Meter werden mit der Winde durchgeführt.

Nur in Fällen wo das Stahlseil an der Felswand fegen würde oder die Seillänge nicht ausreicht, kommt der Doppellasthaken mit Fixtau zur Verwendung.

Der Verletzte wird mit dem Artzt oder mit dem Flugretter bis zur Kabine des Hubschraubers hochgezogen.

Der Verletzte wird zum Laden zurechtgedreht. Der Verletzte wird zum Laden zurechtgedreht.

Die Besatzung schnallt sich an und der Verletzte wird am Boden verankert.

Das Fixtau

Am eigens für Menschenlast zugelassenen Doppellasthaken können 600 kg eingehängt werden. Das Seil kann theoretisch eine unbegrenzte Länge haben . In den Dolomiten sind bei reellen Einsätzen bisher 2 mal 120 Meter, und mehrmals 100 Meter Seillänge notwendig gewesen. Vorteile des Fixtaus sind die zentrale Last am Hubschrauber und die rasche Evakuierungsmöglichkeit bis zu 4 Personen je Flug. Dies verkürzt gegenüber der Seilwinde, Zeit und Risiko wie es z.B. bei einer Evakuierung von Gondeln sein könnte.