Radunfälle und allergische Reaktionen

Das Wochenende vom 23. auf den 24. Juli hat für die Crew des Aiut Alpin Dolomites rege Tätigkeit mit sich gebracht. In der Nähe von Klausen ist ein Betonlaster umgekippt. Der Notarzt schaffte es in die Fahrerkabine zu gelangen und den verletzten Chauffeur zu versorgen, während Männer der Freiwilligen Feuerwehr mit der hydraulischen Schere die Tür zur Kabine aufschnitten, sodass der Verletzte geborgen werden konnte. Bald darauf ist die Meldung eingegangen, auf der Downhillstrecke auf Plan de Gralba sei ein Fahrradfahrer schwer gestürzt und brauche dringend einen Notarzt. Am Samstag hat es dann auch zwei Einsätze wegen einer allergischen Reaktion auf einen Bienenstich gegeben, und zwar einmal in Völs und einmal auf dem Sportplatz in Seis.
Die Grödner Bergrettung hat die Hilfe der Flugrettung beantragt, um eine 44jährige Römerin zu bergen, die sich unterhalb der Geisler Spitzen eine Knöchelverletzung zugezogen hatte. Mit acht Meter Seil hat man sie in den Hubschrauber hochgezogen. Die Seilwinde ist an diesem Tag dann am späten Nachmittag nochmals zum Einsatz gekommen, um mitten in einem Unwetter zwei Bergwanderer unterhalb der Scotonihütte zu bergen. Um elf Uhr nachts musste dann noch eine 23jährige Amerikanerin, die in Runggaditsch, also unweit der Zentrale des AAD, von einem Auto erfasst worden war, medizinisch versorgt und ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Am Sonntag wurde man am Vormittag wegen eines medizinischen Notfalls auf den Furcia-Pass gerufen: Einem Touristen aus Bologna ging es sichtlich schlecht. Um die Mittagszeit musste man dann ausrücken, um einen 23jährigen Radfahrer, der in der Gegend von Corvara bei der Abfahrt vom Ciaulonch schwer gestürzt war und sich dabei ein Polytrauma zugezogen hatte, Erste Hilfe zu leisten. Um sieben Uhr abends kam wiederum ein Alarm aus dieser Gegend: Ein einheimischer Mann hatte sich bei der Fahrt mit einem Quad überschlagen und dabei schwerste Verletzungen erlitten. Leider blieben alle Wiederbelebungsversuche seitens des Notarztes erfolgslos.
Am Montag kam es dann zu einer Suchaktion im Gebiet der Geisler Spitzen, bei der die Hilfe des Aiut Alpin beantragt worden ist. Der Mann konnte auf einem schmalen Grat in der Nähe der Furchetta ausfindig gemacht werden. Mit der Seilwinde hat man ihn aus einer Höhe von 20 Metern in den Hubschrauber gehievt. In Latzfons ist ein Junge beim Sprung von einem Trampolin auf dem Betonboden aufgekommen und hat sich dabei schwer verletzt. Der Bub, der für längere Zeit die Besinnung verloren hatte, wurde mit seiner Mutter ins Bozner Krankenhaus geflogen.