Einsatzreicher Hochsommer

Am 14. August flog der Aiut Alpin Dolomites unter anderem ins Gadertal zum Sassongher, wo eine 54jährige Frau gestolpert und an die 30 Meter über einen Abhang gerutscht war. Glücklicherweise wurde der Fall von einem Felsband gestoppt, die Frau erlitt mehrere Knochenbrüche, war aber stets ansprechbar. Mit Hilfe der Bergrettung Hochabtei wurde die Patientin in die Vakuum-Matratze gepackt und mit dem Fixtau geborgen. Die Bergretter wurden in Corvara abgesetzt, anschließend wurde die Patientin zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Bozen geflogen.
Am 15. August ging es gleich 2 Mal zum Sas Rigais in Gröden: das erste Mal gegen 14.00 Uhr, 2 Alpinisten setzten einen Notruf ab, weil sie am Klettersteig kurz unterhalb des Gipfels nicht mehr weiterkamen. Mit der Seilwinde wurden beide Alpinisten unverletzt geborgen und in Sicherheit gebracht.
Gegen 18.15 Uhr bat dann die Bergrettung Gröden um Unterstützung mittels Hubschrauber, diesmal waren 3 Alpinisten am Sas Rigais vom Gewitter überrascht worden. Sie waren ebenfalls unverletzt, aber durchfroren und durch das Gewitter komplett verschreckt. Auch diesmal kam die Seilwinde zum Einsatz.
Am 16. August ging es bereits früh um 06.00 Uhr in Richtung Cortina d’Ampezzo: 2 Alpinisten haben nach einem heftigen Gewitter die Nacht auf der Tofana auf ca. 3.000 Meter verbringen müssen und waren stark unterkühlt. Die beiden wurden geborgen und zur Dibona-Hütte geflogen, wo man sie der dortigen Bergrettung übergab.
Während der Hubschrauber des Aiut Alpin in Cortina im Einsatz war, ging ein weiterer Notruf ein: in St.Ulrich ging es einem italienischen Urlauber gar nicht gut. Da der zweite Arzt des Aiut Alpin Dolomites bereits in der Basis anwesend war, wurde er kurzerhand mit dem Auto nach St.Ulrich gefahren. Nach einer ersten Behandlung vor Ort konnte der Patient der Ambulanz für den Transport ins Krankenhaus übergeben werden.
Am Pordoijoch auf dem Bindelweg ist ein erst 3 Jahre altes Mädchen rund 30 Meter abgestürzt. Der Rettungshubschrauber war bereits nach kurzer Zeit vor Ort, mit der Seilwinde wurden Arzt und Bergretter zu dem verunfallten Mädchen herabgelassen. Wie durch ein Wunder war die Kleine bis auf einen Armbruch nahezu unverletzt, trotzdem wurde sie zusammen mit der Mutter ins Trientner Krankenhaus geflogen, wo sie gründlich untersucht wurde.
In Corvara in unmittelbarer Nähe der Franz-Kostner-Hütte hat sich eine 54jährige Frau am Knie verletzt und konnte nicht mehr absteigen. Der Aiut Alpin Dolomites hat die Patientin nach Corvara geflogen und der Bergrettung übergeben.
Kurz nach 18.00 Uhr schickte die Landesnotrufzentrale den Rettungshubschrauber zum Puflatsch, wo eine Wandrerin eine Knöchelfraktur erlitten hatte. Die Frau befand sich mitten im Wald, daher wurden Arzt und Bergretter mit einer 40 Meter langen Seilwinde herabgelassen. Nach einer ersten Schmerztherapie konnte die Frau, ebenfalls mit der Seilwinde, an Bord geholt und ins Krankenhaus Brixen geflogen werden.
Am 17. August bedurfte ein Niederländer ärztlicher Hilfe: der junge Mann war auf der Downhill-Piste am Furkelpass mit dem Mountainbike schwer gestürzt und hatte sich an der Hüfte verletzt. Mit der Seilwinde wurde der Patient geborgen und zur weiteren Behandlung nach Bruneck geflogen.
Am 20. August wurde auf Anfrage der Landesnotrufzentrale Belluno ein Einsatz auf der Marmolada geflogen: auf der Vinatzer-Führe war ein Alpinist 10 Meter ins Seil gestürzt und hat dabei eine Beinfraktur erlitten. Der Rettungshubschrauber aus Pieve konnte den Mann mit der 90 Meter langen Seilwinde nicht erreichen, dem Aiut Alpin Dolomites gelang es schlussendlich mit einer 100 Meter langen Fixtau-Bergung den Alpinisten an Bord zu holen und nach Brixen ins Krankenhaus zu fliegen. Von da aus ging es direkt zur Grossen Cir, wo eine Frau unter plötzlicher Übelkeit litt. Auch sie wurde nach Brixen geflogen.
Kurz nach 16 Uhr ging es noch zum Pößnecker-Klettersteig, wo 2 Kletterer festsaßen und nicht mehr weiterkamen.