Die letzten Einsätze der Wintersaison

Am 27. März wurde man gegen halb zehn nach Corvara gerufen, um einer deutschen Urlauberin mit Verdacht auf einen Herzinfarkt Erste Hilfe zu leisten. Sie wurde nach Brixen geflogen. Kurz nach 17 Uhr sollte eine 65 Jahre alte Skifahrerin geborgen werde, die einen Beinbruch erlitten hatte. Aufgrund der heftigen Windböen, hat eine Ambulanz sie ins Tal transportiert, wo der Hubschrauber des Aiut Alpin Dolomites landen konnte. Der Notarzt verabreichte ihr ein Schmerzmittel, dann wurde sie nach Brixen geflogen.
Am 28. März erfolgte der erste Einsatz in Gröden: Einem 21-jährigen albanischen Arbeiter war schlecht geworden, worauf er über eine Leiter stürzte. In der Ambulanz, die den Verunglückten zunächst transportierte, ist dieser ohnmächtig geworden, weshalb die Sanitäter beschlossen in der Zentrale in Pontives Halt zu machen. Der Notarzt führte eine Erstvisite durch, worauf der junge Mann nach Bozen geflogen wurde. Ein weiterer Einsatz erfolgte am späten Nachmittag: In der Nähe von St. Lorenzen wurde man zu einer Frau mit heftigen Bauchschmerzen gerufen. Der Notarzt veranlasste, sie nach Bruneck ins Krankenhaus zu fliegen.
Am 29. März erfolgte der erste Einsatz erst am Nachmittag. Auf der Seiser Alm musste ein 8-jähriger einheimischer Bub geborgen werden. Er war auf der Abfahrt des Laurin-Lifts gestürzt und hatte sich vermutlich einen Oberschenkelbruch zugezogen. Der Pistendienst hat Erste Hilfe geleistet und der Hubschrauber des Aiut Alpin hat ihn nach Brixen transportiert. Von hier ging es dann direkt mit einem 79-jährigen Patienten, der dringend einer Herzoperation bedurfte, ins Bozner Krankenhaus.
Am 30. März kam um halb elf ein Notruf aus Wolkenstein. Ein 45-jähriger Maurer war vom Gerüst gefallen und hatte sich dabei ein Thoraxtrauma zugezogen. Vor Ort waren bereits Sanitäter des Roten Kreuzes. Der Mann wurde nach Brixen geflogen. Am frühen Nachmittag ging es dann auf den Kronplatz, um einer Skifahrerin mit einer Knieverletzung zu helfen. Der Frau wurde ein Schmerzmittel verabreicht bevor sie nach Bruneck geflogen werden konnte.
Am 31. März und am 01. April wurde kein Einsatz geflogen, der Aiut Alpin hat jedoch den Bereitschaftsdienst bei der Gardenissima auf der Seceda übernommen.
Am Sonntag 2. April gab es wieder mehr zu tun. Um 8.15 Uhr ist der Hubschrauber gestartet, um bei der Gardenissima-Kids den Bereitschaftsdienst zu übernehmen. Kurz darauf, um 8.42 wurde man wegen eines Lawinenabgangs nach Langtaufers gerufen. Der Aiut Alpin Dolomites war in kurzer Zeit mit einem Lawinenhundeführer und seinem Hund vor Ort. Drei Personen waren verschüttet worden. Die Kameraden hatten sie bereits geortet und aus den Schneemassen gegraben. Ein 21-jähriger Skitourengeher wurde stark unterkühlt vom Landesrettungshubschrauber Pelikan 3 ins Bozner Krankenhaus geflogen. Für die beiden anderen Verschütteten, eine 46-jährige Frau und ein 67-jähriger Mann, beide aus Langtaufers, kam leider jede Hilfe zu spät. Der Hubschrauber des Aiut Alpin hat dann noch mitgeholfen, die zahlreichen Rettungsleute wieder ins Tal zu fliegen.
Am Nachmittag kam eine Ambulanz mit einem Patienten mit einer Schulterluxation in die Zentrale nach Pontives. Da er bereits eine leichte Taubheit in der Hand verspürte, beschloss der Notarzt ihn nach Brixen zu fliegen. Der letzte Einsatz dieses Tages erfolgte in Corvara: Ein 62 Jahre alter Bauer hat während Stallarbeiten die Besinnung verloren. Der eingeflogene Notarzt des Aiut Alpin diagnostizierte ein Herzproblem und veranlasste daher die rasche Überstellung ins Bozner Krankenhaus.